Anglerfische/Antennariidae

Die Anglerfische

Anglerfische gehören zur Unterordnung Antennarioidei und gliedern sich in 15 Gattungen zu 4 Familien mit insgesamt ca. 50 Arten. Sie weisen eine Größe von 4-40 cm auf und besitzen einen plumpen, unförmigen Körper. Kräftige Brustflossen, die "armartig" eingesetzt werden können, ermöglichen ihnen eine "reptilartige" Fortbewegungsweise. Ihre Haut ist schuppenlos und lederartig, die Farbgebung ist sehr unterschiedlich, sodass diese kein Bestimmungsmerkmal darstellt.

Anglerfische sind Bodenbewohner, die gut getarnt als Lauerräuber auf ihre Beute warten. Die Besonderheit der Fische ist die aus der 1. Rückenflosse umgebildete Angelrute. Sie sitzt in der Nähe des Kopfes und stellt einen dünnen Fortsatz dar. Am Ende dieses Fortsatzes befindet sich ein kleiner Strahl, der einen Wurm oder einen sonstigen Köder nachahmt, und das Interesse von potenzieller Beute bewirken soll. Dabei pendelt der Köder direkt über dem Maul des Fisches, sodass dieser ein in die Nähe geschwommenes Beutetier durch Saugschnappen überwältigen kann. Dabei können sie durch die extreme Dehnung des Mundraumes Beutetiere verschlingen, welche fast so groß wie sie selber sind. Anglerfische sind Meister in der Geschwindigkeit des Saugschnappens und schaffen es das Opfer in nur 6 Millisekunden einzusaugen.

Zu den Anglerfischen werden auch die Tiefseeanglerfische gerechnet, welche in dem freien Ozean in Tiefen von 90-2000 m leben. Kennzeichnend ist ihr furchterregendes Aussehen mit langen spitzen Zähnen und einer leuchtenden "Angel".