Falterfische/Chaetodontidae

Die Falterfische

Falterfische, Gaukler, auch Schmetterlingsfische genannt, gliedern sich in 115 Arten und erreichen eine Größe von 9-30 cm.  Sie gehören sicherlich mit zu den prächtigsten und auffälligsten Korallenriffbewohnern. Der Name chaetodont erklärt sich aus den bei allen Vertretern vorkommenden borstenförmigen Zähnen. Kennzeichnend ist ihr schlanker und diskusartiger Körper, mit dem sie sich äußerst wendig und geschickt zwischen Korallenästen, Felsspalten und Anemonen hindurchmanövrieren. Vielen Falterfischen gemeinsam ist ein dunkler, die Augen durchziehender Streifen. Weiterhin besitzen einige am hinteren Körperteil einen schwarzen kleinen Fleck, der vermutlich zur Täuschung von potenziellen Fressfeinden dient. Alle Arten sind tagaktiv, wobei sie sich nachts in Spalten und Ritzen des Korallenriffs verstecken.
Ihre Ernährung besteht überwiegend aus Polypen, Kleinkrebse, Würmer, Fischeier, Fadenalgen und Tentakeln von Korallen. Einige Arten mit verlängerter Schnauze, wie z. B. der Röhrenmaul-Pinzettfisch haben sich darauf spezialisiert in Ritzen und Spalten sowie an Korallenstöcken an die keine andere Art gelangt Nahrung herauszupicken.
Während der Paarungszeit, die in dem Dämmerlicht der Abendstunden stattfindet, schwimmt das Weibchen in die Nähe der Wasseroberfläche. Hierbei stupst das Männchen dieses mit der Schnauze so lange an die Bauchseite, bis es die Eier in das Wasser abgibt. Diese werden durch das Männchen befruchtet, wobei nach 1-2 Tagen die Larven schlüpfen. Diese treiben einige Monate als Plankton im offenen Wasser und besiedeln dann das schützende Riff.
Einige Arten scheinen fest an ihren Partner gebunden zu sein, sodass man sie oft zu zweit durch die Riffe streifen sieht. Das Territorialverhalten ist bei manchen Arten extrem ausgeprägt, sodass sie keine Artgenossen in ihrem Revier dulden.