Feilenfische/Monocanthidae

Die Feilenfische


Feilenfische zählen zur Ordnung Tetradontiformes und lassen sich in 10 Familien zu 100 Gattungen mit bis zu 500 Arten gliedern. Sie weisen in der Regel eine Größe von 6 cm -1,2m auf. Sie besitzen ihren Namen aufgrund der Hautoberfläche, welche durch rauhe Schuppen gekennzeichnet ist und sich beim Darüberstreichen, wie die Oberfläche einer Feile anfühlt. Einige Arten sind in der Farbgestaltung sehr bunt, andere weisen nur Grau-, Braun- und Grüntöne auf. Die Fische stellen nahe Verwandte der Drückerfische dar. Beide besitzen einen auf der Rückenflosse stehenden Stachel. Dieser liegt wie bei den Drückerfischen in einer Grube und kann bei Bedarf ausgeklappt und festgestellt werden. Die 1. Rückenflosse der Feilenfische ist sehr weit vorn am Körper platziert, sodass sie unmittelbar über den Augen zu liegen kommt. Feilenfische bewegen sich über wellenförmige (ondulierende) Bewegungen der zweiten Rücken- und Afterflosse langsam fort. Da sie relativ schlechte Schwimmer sind, halten sie sich dicht über dem Untergrund oder am Riffhang auf und bevorzugen geschützte ruhige Plätze.  In Seegraswiesen lebende Arten stellen sich zum Schutz oft senkrecht mit dem Kopf nach unten und imitieren so zum eigenen Schutz den Bewuchs nach. Weiterhin können sie sich zur Tarnung sekundenschnell der Umgebungsfarbe durch Farbwechsel anpassen.
Alle Feilenfische sind tagaktive Tiere und ernähren sich hauptsächlich von Krebsen, Polypen, Algen, Würmern und kleinen wirbellosen Tieren. Ihr Maul ist endständig und mit kräftigen Zähnen besetzt, welche ihnen das "Knacken" von kleinen Schalentieren ermöglicht. Sie leben einzeln, paarweise oder bei Freiwasserarten in Schwärmen zusammen.  Zur Fortpflanzung heften die Fische ihre Eier an ein Bodensubstrat, wobei das Gelege sowohl durch das Weibchen als auch durch das Männchen bewacht wird.
Eine Besonderheit stellt der Schwarz-Sattelfeilenfisch dar. Er zeigt ein Mimikry, indem er den giftigen Spitzkopf-Kugelfisch in seiner Farbgebung imitiert und sich durch diese Eigenschaft einen Schutz sichert.