Feuerfische/Pteroinae

Die Feuerfische


Feuerfische gehören zu der großen Ordnung der Scorpaeniformes, welche nach der heutigen Klassifikation aus ca. 22 Familien zu 275 Gattungen mit rund 1200 Arten bestehen. In der Unterordnung der Scorpaenoidea existiert die Unterfamilie Pteroinae, die mit 18 Arten die Rotfeuerfische darstellen. Diese Unterfamilie ist durch ihr prachtvolles, nahezu majestätisches Aussehen und ihrer Giftigkeit in der Allgemeinheit gut bekannt. Die Fische besitzen im Durchschnitt eine Größe von 15-40 cm und sind langsame, elegante Schwimmer. Ihre Geschwindigkeit können sie in Flucht- oder Stresssituationen enorm steigern. Feuerfische sind überwiegend nachtaktive Tiere, die sich tagsüber im Riffbereich in Spalten und Höhlen aufhalten. Sie sind carnivor und ernähren sich daher in räuberischer Weise. Dabei ziehen sie in der Dämmerung entweder als Einzeltier oder innerhalb einer kleinen Gruppe zum Beutefang umher. Eine spezielle Jagdtechnik, die von den Feuerfischen durchgeführt wird, tritt selten im Fischreich auf und funktioniert in folgender Weise: Die Fische treiben ihr Opfer durch Aufstellen ihrer imposanten Flossen in die Enge, um dieses ab einem gewissen Abstand blitzschnell durch Saugschnappen fangen zu können.
Feuerfische sind bekannt für ihre giftigen Stacheln, die durch Stichverletzungen beim Menschen zu sehr schmerzhaften Schwellungen und Lähmungen führen können. Allerdings stellen die Verletzungen für den Menschen keine lebensbedrohliche Situation dar. Diese Fische weisen eine ruhige Schwimmweise und ein neugieriges Verhalten auf, sodass man zur Vermeidung von panikartigen Reaktionen die Fluchtdistanz der Fische nicht unterschreiten sollte.
Während der Paarungszeit schwimmen die Fische in der Dämmerung in Richtung der Wasseroberfläche, wo nach der Eiabgabe des Weibchens die Befruchtung durch das Männchen erfolgt.