Grundeln/Gobiidae

Die Grundeln


Grundeln bilden mit ca. 270 Gattungen und ca. 2000 Arten eine der zahlreichsten Ordnung innerhalb des Fischreiches. Sie sind von den tropischen Regionen bis zu den arktischen Gewässern weltweit vertreten und weisen Größen von 1-70 cm auf. Ihre Gestalt weist eine längliche Form auf, sie besitzen zwei Rückenflossen, zwei Bauchflossen und einen Flossensaum. Grundeln sind überwiegend Bodenbewohner, die sich entweder im Bereich des Bodensubstrats eigene Wohnhöhlen bauen oder in Korallen oder Schwämmen leben. Um Schutz vor Feinden zu erreichen, nehmen Grundeln die passende Farbgebung ihres Umfeldes an. Als Nahrung dienen kleine wirbellose Tiere, kleine Fische oder Algen. Einige Arten füllen ihr Maul mit Sediment und durchsieben somit den Meeresboden um Algen und kleine wirbellose Tiere aus dem Wasser zu filtrieren. Das restliche Sediment wird wieder ausgestoßen.
Zur Fortpflanzung heftet das Weibchen Eier an das Bodensubstrat oder an die Vegetation. Das Männchen befruchtet diese und nach einigen Tagen schlüpfen die Larven. Diese verteilen sich im Wasser und besiedeln ab einem bestimmten Alter den passenden Lebensraum im Riffbereich. Die Fische werden nach 1-2 Jahren geschlechtsreif. Das maximale Alter der Fische wird auf 2-10 Jahre geschätzt.
Einige Grundeln zeigen eine beachtenswerte Symbiose. Bestimmte Arten bilden Lebensgemeinschafen mit Krebsen, bei welcher der Krebs für beide eine Wohnröhre im Sediment baut und die Grundel den Krebs durch ihre Wachsamkeit vor Gefahren warnt. Dies teilt die Grundel durch eine bestimmte Art von Flossenschlag dem Krebs mit, sodass dieser sich blitzschnell in die Wohnröhre zurückziehen kann.
Einen bekannten und interessanten Verwandten der Grundel stellt der Schlammspringer (Gattung Periophtalmus) dar. Diese Fische besitzen die Fähigkeit über die Haut Sauerstoff aufzunehmen, sodass diese sich an Land aufhalten können.