Kaiserfische/Pomacanthidae

Die Kaiserfische

Kaiserfische gliedern sich in 9 Gattungen zu 74 Arten und stellen enge Verwandte zu den Falterfischen dar. Sie gehören zu den farbenprächtigsten Bewohnern des Riffes und besitzen einen diskusartigen Körperbau. Ihre Größe reicht von 6-50 cm. Als sicheres Erkennungsmerkmal bei den Fischen kann der Kiemenstachel herangezogen werden. Dieser Stachel sitzt am Kiemendeckel und ist als schmaler Dorn nach hinten gerichtet.
Die Fortbewegungsweise der Fische erfolgt fast ausschließlich über die Brustflossen. Die Rückenflosse ist durchgehend ausgebildet, oftmals überständig, und wie z. B. beim gekrönten Kaiserfisch, am Körper nach hinten ausgezogen. Kaiserfische sind tagaktive Tiere und durchstreifen das Riff auf der Suche nach Nahrung, wie Algen, Schwämme, Fischeier oder kleinen wirbellosen Tieren. Die Gattung Centropyge, die durch eine kleinere Gestalt repräsentiert ist, ernährt sich hauptsächlich von Algen. Der Mund der Kaiserfische ist mit kleinen scharfen Zähnen besetzt.
Kaiserfische verteidigen ihr Revier äußerst aggressiv gegen Artgenossen oder ähnlich aussehende Artverwandte. Juvenile Kaiserfische entgehen dieser Aggressivität  indem sie bis kurz vor ihrer Geschlechtsreife eine völlig andere Farbgebung aufweisen, welche die adulten Tiere überlistet.
Der überwiegende Teil der Tiere lebt einzeln, stellenweise kommen sie auch paarweise vor, wobei die Gattung Centropyge kleinere Harems bildet. Alle Tiere bilden Folgezwitter, sodass sich durch Geschlechtsumwandlung im Harem das ranghöchste Weibchen zum Männchen entwickelt. Die Paarung findet überwiegend in der Dämmerung, wobei die Eiablage im Freiwasser vollzogen wird. Dort schlüpfen die Larven innerhalb weniger Wochen und besiedeln nach ca. einem Monat den Riffbereich.
Größere Kaiserfische geben in Gefahrensituationen Laute von sich, die Konkurrenten vertreiben oder Feinde abschrecken sollen.