Kugelfisch/Tetraodontidae

Die Kugelfische

Kugelfische zählen zur Ordnung Tetradontiformes und lassen sich in 10 Familien zu 100 Gattungen mit bis zu 500 Arten gliedern. Sie weisen eine Größe von 6cm-1,2m auf und besitzen einen rundlich-länglichen Körperbau, eine extrem dehnbare, schuppenlose lederartige Haut und zeigen meist eine unauffällige Färbung.  Das Gebiss der Fische ist schnabelartig, ähnlich dem Gebiss der Papageienfische, sodass Igelfische hervorragend hartschalige Mollusken, Krebstiere und ähnliche Nahrung knacken können. Die charakteristische Besonderheit der Kugelfische ist das Aufpumpen des Körpers um ein vielfaches des Körpervolumens. Dies geschieht in Stress- und Gefahrensituationen, sodass potenzielle Feinde wirkungsvoll abgeschreckt werden. Kugelfische verteidigen ihr Revier aggressiv gegenüber Konkurrenten.
Überwiegend sind sie tagaktive Tiere, die aber auch wahlweise in der Dämmerung oder nachts auf Beutezug gehen. Ihre Schwimmweise ähnelt den Kofferfischen, auch sie besitzen eine gute Manövrierfähigkeit und stellen keine schnellen Schwimmer dar.
Kugelfische besitzen das menschlich tödlich wirkende Nervengift Tetrodotoxin, welches hauptsächlich in den Eingeweiden und in den Geschlechtsorganen auftritt. Das ungiftige Muskelfleisch wird in Japan als Delikatesse unter dem Namen "Fugu" von speziell ausgebildeten Köchen zubereitet. Im Jahre 1774 entging der Seefahrer James Cook durch den Genuss eines Kugelfisches, den er auf seiner Reise in Neukaledonien verspeiste, knapp dem Tode.  Trotz der Perfektion der Zubereitung stellen Todesfälle beim Genuss dieser sonderbaren Speise keine Ausnahme dar.